Unsichtbare Buchstaben

Hallo du,

(vorneweg, wenn du nicht lesen kannst oder möchtest gehe bis zum Ende dieses Beitrags, dort findest du eine Audiodatei)

Heute versuche ich mit müden Fingern meinen Blogbeitrag von gestern zu schreiben. Ich habe mehrere Versuche hinter mir, um dir über mein Leben zu berichten. Über alles was mich belastet und was mich erfreut. Doch irgendwie soll es nicht sein und will mir nicht so recht gelingen. Die Worte bleiben im Verborgenen und sprudeln einfach nicht aus mir heraus.

Wo nichts ist kann auch nichts sein.

Weil ich nicht mit leeren Seiten dastehen möchte, versuche ich heute etwas Neues und schreibe dir eine kleine Kurzgeschichte. Ob sie gelingt oder nicht. Ich veröffentliche sie hier für dich und warte ab was geschieht. Die Geschichte heißt:

Die unsichtbare Geschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

Und, wie hat dir die Geschichte gefallen?

Oh, Beschwerde? Du hast gar keine Geschichte lesen können? Die Seite ist leer geblieben?

Das ist ganz normal, schließlich wird eine unsichtbare Geschichte mit unsichtbaren Buchstaben geschrieben die für unsere Augen unsichtbar sind. Doch liegt es wohl vielmehr daran, dass wir sie nicht mit unserem Verstand erfassen können. Es ist für unser erwachsenes Auge unsichtbar. Uns fehlt schlicht und einfach die Phantasie. Die Vorstellungskraft, dass dort doch mehr geschrieben steht als ein weißes Blatt Papier.

Was für dein Auge unsichtbar, kann dein Herz wohl sehen.

Wir brauchen den Blick eines Kindes, das sich gerade darüber freut, wie es zum ersten Mal eine Seifenblase gepustet hat. Es hat die Gabe in diesem Moment zu sein, sich ihm bedingungslos hinzugeben, alles um sich herum zu vergessen und staunend nur in diesem Augenblick zu verweilen um ihn einfach zu genießen.

Da wir Erwachsenen das verlernt haben, können wir diese Geschichte auch nicht lesen. Die einen nennen das dummes Gelaber und faule Ausrede. Aber die, die es möchten, sehen den Zauber im Moment. Ganz egal ob das alles Quatsch ist, was ich hier schreibe. Nur wenn es uns gelingt für einen Augenblick im Hier und im Jetzt mit Zeit und Raum zu verschmelzen, dann könnte diese Geschichte sichtbar werden.

Ach du meine Güte. Du erklärst mich heute hoffentlich nicht für verrückt. Das war jetzt eine seltsame Methode um mich aus einer schier nicht enden wollenden sprachlosen Phase zu retten. Und obwohl mir die Worte fehlten passiert es, dass ich mich beinah um Kopf und Kragen geredet habe.

Ich hoffe, dass ich nächste Woche mit Sinn und Verstand, aufgetankt mit Energie wieder Gas geben kann (im wahrsten Sinne des Wortes, wenn du verstehst was ich meine), das hoffe ich sehr. Ich will ja nicht auch noch meine letzten Leser mit Dummheiten vergraulen. Ostern steht vor der Tür, freie Tage, Feiertage, Ferien. Das klingt nach Ausschlafen und mich von den anstrengenden Wochen erholen, die hinter mir liegen. Du fragst dich, was denn so anstrengend in meinem Leben war? Ich kann dir nur so viel verraten. Alles begann vor Weihnachten, als wir eine unschöne Entdeckung gemacht hatten. Seitdem sind wir in Atem gehalten worden. Es ist als hätten wir die letzten drei Monate roboterähnlich funktioniert und gefühlt die Zeit übersprungen, gelebt ist etwas anderes. Doch darüber zu sprechen, dafür ist es eben noch zu früh. Ich verlasse mich auf dein Verständnis und dass du weißt, dass es für alles die richtige Zeit gibt. Und die ist noch nicht gekommen um über das Geschehene öffentlich zu sprechen. Wenn es soweit ist, werde ich dir verraten, was in meinem Leben für derart schwierige Turbulenzen gesorgt hatte. Nur nicht heute, auch nicht morgen, vielleicht in ein paar Wochen.

Pass gut auf dich auf. Betrachte ab und zu das Leben mit dem Blick eines Kindes. Es hat die Gabe in diesem Moment zu sein, sich bedingungslos hinzugeben und diesen Augenblick zu genießen. Ja, das wünsche ich dir. Und mir. Und wenn es uns gelingt für einen Moment in diesem Zustand zu verweilen, wer weiß, vielleicht können wir uns dann beim nächsten Mal von unserer ganz eigenen unsichtbaren Geschichte erzählen. Alles ist möglich, und manchmal ist sogar noch mehr möglich als wir glauben.

Und wie kann das Leben noch besser werden? Körper, wie kannst du leichter werden und die Seele besser tragen? 

Ich wünsche dir eine schöne Woche.

PS: und für alle die nicht lesen können oder nicht wollen, habe ich heute meinen Blogbeitrag in dieser Audiodatei vorgelesen.

Herzliche Grüße

Deine Schmetterlingsdompteurin

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