Immer wieder mittwochs…

Hallo du,

ich nutze den heutigen Feiertag um mich bei dir zu melden. Und da möchte ich dir als Erstes ein kleines Erlebnis erzählen, das mir vor ein paar Tagen widerfahren ist.

Ich hatte mit meinem „Speedy“. eine kleine Spazierfahrt gemacht. (So haben wir ihn getauft, ist nicht besonders originell aber liebevoll gemeint) Jedenfalls war ich auf dem Weg zu einem nahegelegenen Wäldchen und fuhr die Straße entlang. An einer Kreuzung sah ich von Weitem zwei kleine Buben auf ihrem Laufrad fahren. Sie machten mir einen etwas chaotischen Eindruck doch ihr Bremsmanöver brachte sie gerade rechtzeitig vor Ende des Gehweges zum Stehen. Es waren zwei geschwätzige Jungs. Sie wollten die Straße überqueren und als sie aufschauten um zu kontrollieren ob auch kein Auto kommt, genau in diesem Moment, fuhr ich an ihnen vorbei. Während sie darüber diskutierten in welche Richtung sie nun weiter rollen sollen, schauten sie kurz auf….

…und sahen mich.

Ich sauste an ihnen vorbei, bog links ab und beschleunigte. Da hörte ich wie einer von beiden seiner Entzückung über meine Erscheinung, also nicht meiner persönlich, sondern die meines rollenden Untersatzes, spontan freien Lauf ließ:

„Boah, cooooooooool“

schallte es in meinen Gehörgang. Oh, das ging runter wie Öl. Ein Lächeln machte es sich auf meinem Gesicht bequem. Kinder sind doch etwas wunderbares, weil sie einfach ehrlich sagen was sie denken. Mir haben sie jedenfalls damit eine Freude gemacht.

Und jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Grund für diesen Blog. Und dazu trällere ich ein kleines Liedchen:

Immer wieder mittwochs kommt die Dompteueurin,

dibidibidibdib dib                                               🎶

Hörst du ihre Tasten tippen?               🎶

Schreibt sie fleißig ihre Lieder                                  🎶

hier in Druckschrift für dich nieder.

Immer wieder mittwochs kommt die Dompteueurin.

Falls du die Melodie noch nicht erkannt hast, die mir während ich diese Zeilen schrieb, durch den Kopf gehuscht ist, will ich dir gerne auf die Sprünge helfen.

Was ich dir jetzt damit sagen will?

Dafür muss ich ein bisschen ausholen. Ich hoffe, du hast Zeit dafür.

Letzte Woche hatte ich ein langes Telefonat mit meiner Schwester geführt. Wir redeten über dies und das, man kommt schnell von einem zum anderen, und schließlich fragte ich meine Schwester: „Was würdest du gerne machen, wenn deine Kinder groß sind?“ Es dauerte nicht lange, dass auch sie mich fragte:

„Was würdest du gerne arbeiten, wenn du über Nacht plötzlich gesund wärst?“

Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich weiß nur was ich gut kann. Und das ist schreiben. (ich kürze jetzt ein bisschen ab, sonst wird’s zu lange. Ich will dir ja erklären was es mit dem Lied auf sich hat.) Und so landeten wir beim Thema Homepage. Dazu gehören natürlich nicht nur meine Gedichte und mein Buch. Sondern auch mein Blog. Das mache ich gerne. Ich erzählte ihr, dass ich es ein bisschen schade finde, dass ich wenig Leser habe. Geschweige denn Kommentare, Außer Spam tut sich recht wenig auf meiner Seite.

Dann fing die große Analyse an.

Was mache ich anders als die anderen?
Warum haben überhaupt immer die anderen mehr Erfolg?

Alle kriegen das hin, nur ich nicht.

Wäre ich jetzt in einer depressiven Phase, könnte daraus schnell ein: „Keiner mag mich“ – Geheule werden. Zu gut, dass ich nicht in solch einer Phase stecke und das ganze konstruktiv und selbstkritisch angehen kann.

Wir waren uns einig, dass unser angeknackstes Selbstwertgefühl und ein tief verankerter Glaubenssatz uns immer wieder einen Streich spielen und dazu führen, dass wir Versagensgedanken haben. Doch wir sind auch beide einer Meinung, dass das nicht die Entschuldigung für alle Niederlagen unseres Lebens ist. Schließlich sind wir selbst für unser Leben verantwortlich und haben darüber hinaus alles, was wir bis jetzt erlebt haben, überlebt.

Unsere Gedanken gingen weiter. Ein Schwesternbrainstorming sozusagen. Und schon flog eine Frage in meinen Telefonhörer. Meine Schwester fragte, ob es möglicherweise auch an meinen Inhalten liegen könnte? Vielleicht ist es nicht das, was Betroffene bzw. die Leser hören möchten? Nicht jeder hat einen Mann, der so für einen da ist wie ich. Und nicht jeder lebt in einer grundsätzlich glücklichen Lebenssituation. Sie meinte, meine Texte seien oft sehr positiv.

Aber das ist nur ein Gedankenspiel. Und ich suche gleich nach Erklärungen.

Wenn es mir schlecht geht, habe ich das Bedürfnis mich zu verkriechen. Kannst du das verstehen? Ich bleibe gerne alleine, mit mir und meinen Gedanken. Ist hier Ruhe im Karton, heißt das also nicht, dass immer alles paletti ist. Wenn ich mich zeige, habe ich meistens meine Krisen überwunden. Vielleicht schreibe ich deswegen eher sporadisch und seltener. Ich möchte mit meinem Flügelschlag positive Energie verbreiten und versuche mich konstruktiv zu zeigen. Denn hier rum zu jammern bringt nichts. Mir nicht und dir nicht. Denn:

Worte wirken Wunder. 

Deswegen versuche ich schöne Worte zu verwenden. Meistens jedenfalls.

Würde es dann bedeuten, dass der Leser hören möchte, wie schlecht es mir geht? Das hoffe ich nicht, denn das bin ich nicht und es ist nicht meine Art über meine Lebebssituation zu lamentieren.

Hörst du nichts von mir, kann das manchmal ein Zeichen dafür sein, dass ich etwas verarbeiten muss. Ich bin immer auf der Suche nach Lösungen für meine Probleme. Habe ich diese Suche überstanden, freut es mich, dir aus meinem Leben und von meinen Erfahrungen zu berichten.

Es ist eine Lebenseinstellung, eine Haltung für die man sich immer entscheiden kann.

Und ich frage mich dann: „Wie kann es jetzt noch besser werden?“

Denn wir haben immer eine Wahl.

Stell dir vor, du stehst vor einer Weggabelung. Links geht es in die „Teamstraße“ also in die „Toll-ein-anderer-machtsstraße. Rechts geht es in die „Eigenverantwortungübernehmenstraße“. Welchen Weg wählst du? Nichts gegen Teamarbeit, das darfst du jetzt nicht falsch verstehen. Da geht es um, wer trägt die Verantwortung. Das würde erklären warum es sich bei der „Teamstraße“ um eine Einbahnstraße handelt.

Ich habe mich für den rechten (nicht politisch) Weg entschieden. Auch wenn ich Linkshänderin bin. Doch mir erscheint es sinnvoll mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und davon eben schreibe ich in meinem Blog. Deswegen können die Ergebnisse immer wieder positiv und von Hoffnung gezeichnet sein. 

Aber das ist nur ein Aspekt zu der Frage warum nur wenig Leser auf meiner Seite vorbeischauen. Unser Telefonat ging noch eine Weile weiter. So eine Schwesternanalyse dauert. Und ich gehe hier nicht auf alles ein. Ich zeige dir quasi nur eine Momentaufnahme aus unserem Gespräch. Dafür hast du hoffentlich Verständnis. Ist ja auch ein Privatgespräch gewesen. Eines, das mich zum Nachdenken gebracht hat.

Die Inhalte allein können nicht der einzige Grund sein. Mir kam neben den Inhalten auch der Gedanke der Regelmäßigkeit.

Wie oft und wie regelmäßig zeige ich mich?

Während viele z.B. auf Facebook immer wieder Posts wie „einen schönen Tag“, „einen schönen Wochenteiler“ oder „endlich wieder Freitag“ veröffentlichen, halte ich mich diesbezüglich eher zurück. Denn mein innerer Kritiker passt auf mich auf und flüstert mir ins Ohr:

„Halt dich ein bisschen zurück, sonst nervst du bestimmt die Leute, wenn ständig ein Post von dir durchs Netz flattert.“

Ich höre natürlich auf ihn, denn ich will doch niemandem auf die Nerven gehen. Aber vielleicht ist das ja genau der Fehler? Wer mich nicht lesen möchte, muss mich nicht abonnieren. Auch hier hast du eine Wahl. Ich hoffe natürlich, dass sie zu meinen Gunsten ausfällt. Wie auch immer du dich entscheidest. Na, wenn du bis hierher gelesen hast, ist das ein gutes Omen.

Jetzt ist es an der Zeit für Veränderung und eine Entscheidung muss getroffen werden.

DESWEGEN FASSE ICH JETZT EINEN ENTSCHLUSS!

Und ich singe:

Immer wieder mittwochs kommt die Dompteueurin,

dibidibidibdib dib                                               🎶

Hörst du ihre Tasten tippen?               🎶

Schreibt sie fleißig ihre Lieder                                  🎶

hier in Druckschrift für dich nieder.

Immer wieder mittwochs kommt die Dompteueurin.

Das hat man davon, wenn man mit seiner Schwester Problemanalyse betreibt.

🦋   Mittwochs ist jetzt Schmetterlingsdomtpeurin – Tag   🦋

Ich dachte mir ok, ich muss einfach regelmäßig aus meinem Leben berichten. Ob kurze oder lange Texte, ob lustige oder traurige, ob mit Hirn und Verstand oder nur fürs Herz, ob mit oder ohne MS. Spielt alles keine Rolle. Und da ich die letzten beiden Blogs immer mittwochs veröffentlicht habe, habe ich spontan entschieden, dass ich immer mittwochs für dich schreibe.

Nun liegt es an dir, ob du mit mir den Weg weitergehen möchtest. Ich hoffe, du begleitest mich noch ein Stück. Denn ich schreibe gerne für dich.

Danke.

Und jetzt wünsche ich dir einen entspannten und hoffentlich sonnigen „Wochenteiler“ und Feiertag. Und falls dein innerer Kritiker auf deiner Schulter, oder wo auch immer er sitzt, frech wird und dir etwas schlechtes einreden möchte, höre nicht auf ihn. Er will keine Veränderung. Er ist ein fauler Hund.

Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche und freue mich dich nächsten Mittwoch hier wiederzusehen.

Herzliche Grüße

Deine Schmetterlingsdompteurin

 

By | 2017-11-01T14:01:44+00:00 November 1st, 2017|Gedichte, Meine Geschichten|3 Comments

3 Kommentare

  1. Herbert 1. November 2017 um 21:11 Uhr - Antworten

    Immerwieder Mittwochs, komm ich erst recht in Schwung, dibidibidipdip dip,
    fang ich an in Ruh´ zu leeesen.
    Höre Eva dann beim Schreiben zu,
    kenne sie ganz gut, bin auch per-Du!

    Immerwieder Mittwochs, denk ich mal andersrum, dibidibidipdip dip,
    fang mal an die Sicht zu äääändern,
    bin dann glücklich wenn ich was erkenn,
    und nicht ständig nur beim Fernsehn penn´.

    Immerwieder Mittwochs, freu ich mich jetzt auf Dich!

    Schönen Abend,

    Herbert

  2. Ina 1. November 2017 um 16:01 Uhr - Antworten

    Mein Flügelschlag sagt DANKESCHÖN,
    es freut mich immer wieder
    mit Dir zu singen schöne Lieder
    Und wenn ich Deinen Texten frön
    nun jeden Mittwoch
    das erfreut mich doch❣

  3. Vroni Hauenstein 1. November 2017 um 14:57 Uhr - Antworten

    Ich lese immer gerne von dir. Du hast wie immer super geschrieben.

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