Zwei Zentimeter können das Leben verändern

Hallo du,

letzte Woche war ich wieder Teil einer geistigen Aufrichtung und kam aus dem Staunen nicht heraus.

Aber mal von vorne. Wir kamen nach meinem Verständnis rechtzeitig, also eine Stunde früher am Veranstaltungsort an. Ein altes Schulhaus. Sehr alt. Meine Gedanken kreisten sofort um alles was auf diesem Haus lasten könnte. Es hat eine lange Vergangenheit und auch den Krieg schon erlebt.

Also vorsichtig reinschauen.

Glubschauge

Ich war ein wenig aufgeregt sind doch ein paar meiner Familienmitglieder heute dabei und wollen das Wunder der Aufrichtung selbst erleben. Das ist eine große Freude. Doch jetzt erst mal das tun was man tun muss, wenn man aufgeregt ist. Das stille Örtchen aufsuchen. Dazu muss ich das Haus natürlich betreten. Die erste Stufe hatte kein Geländer. Beim Reingehen (fast) kein Problem. Beim Rausgehen jedoch wurde sie mir zum Verhängnis. Ich war auf der Suche nach einer Sitzgelegenheit und einen kurzen Moment unaufmerksam. Und Schwups!

Da lag ich nun.

Hat wie immer üüüüüberhaupt nicht weh getan. Wirklich! Die blauen Flecken am nächsten Tag verrieten etwas anderes. Aber darum geht es jetzt nicht. Es geht exakt um zwei Zentimeter.

Ja, zwei Zentimeter.

2cm

Mein Mann hat an der Aufrichtung teilgenommen. Und hat eine Teilnehmerin offensichtlich von ihren letzten Zweifeln befreit. Nachdem er fertig war, schrie sie nur noch: „Ich will das auch machen, jetzt will ich auch!“ Und es waren eben diese erstaunlichen zwei Zentimeter. Welche Last musste auf meinem Mann gelegen haben? Ich mag gar nicht darüber nachdenken. Doch jetzt ist er frei. Für sein eigenes Leben. Und das macht mich sehr glücklich.

Aber wie funktioniert das?

Energie aus unserem Kosmos fließt über unsere Körper und in sekundenschnelle ist eine Beinlängendifferenz von zwei Zentimetern ausgeglichen. Unser Verstand steht schon in den Startlöchern. Er hat gleich Argumente parat, die das widerlegen wollen. Doch wir können und müssen es nicht verstehen.

Es ist einfach so.

Es ist wie es ist und für mich ist es ein Wunder. Ein Geschenk das wir empfangen dürfen. Ein paar Blogs zurück habe ich dir über meine eigene Aufrichtung berichtet. Direkt danach hatte ich eine Unmenge an Lebensenergie gespürt. Ja, ich kann sagen, ich habe mich geheilt gefühlt. Die Tage danach waren wundervoll, euphorisch und voller positiver Energie. Doch dann ist da etwas stärker gewesen. Und wollte mich davon überzeugen, dass ich doch nicht so mir nichts dir nichts geheilt werden könne. Mein innerer Kritiker. Der ist wirklich so ein Blödmann. Ich bin echt wütend auf ihn und könnte ihn auf den Mond schießen. Oder soll ich vielmehr sagen:

Mein Ego ist ein Arschloch?

Verzeihe mir die Ausdrucksweise. Aber manche Tatsachen kann man einfach nicht zensiert darstellen. Manche Dinge muss man beim Namen nennen und so erzählen wie sie sind. Und mein Ego ist eben ein Arschloch. Ich arbeite nun schon sehr lange an meiner Heilung. Doch es funkt mir immer wieder dazwischen. Einfaches Beispiel: Ich gehe ein paar Schritte völlig normal. Ohne dass man die leiseste Ahnung bekommen könnte, dass ich MS habe. Und was passiert, wenn mir das auffällt? Was geschieht, wenn mein Verstand wieder das Zepter in die Hand nimmt? Der Gedanke, „oh schau mal ich gehe ganz normal“ reicht aus und da ist er schon wieder, der ungebetene Gast. Der innere Kritiker, mein besserwisserisches Ego. Ich fange an zu schwanken, zu wackeln und muss mich abstützen. Das ist echt gemein. Und was hat er diesmal zu sagen? „Das kann nicht sein, so schnell kannst du nicht wieder gesund werden.“

„Doch, kann ich“

denke ich dann. Und wie ich es in einem meiner Gedichte schon beschrieben habe, Engelchen und Teufelchen haben Streit. Und heute sagt das Engelchen: „Du, kleines Ego, du musst es einfach akzeptieren. Es geht, einfach wieder heil zu sein.“

Und weil ich das Geheimnis, wie ich einen Link hinter einem Wort verstecken kann noch nicht entschlüsselt habe, bekommst du den Link, der dich zu meiner Aufrichtung und dem Gedicht „Hoffnungsschimmer“ führt einfach so.

http://www.schmetterlingsdompteurin.de/2015/06/der-innere-saboteur/

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Als ich mit meinem Mann letztens unterwegs war, schoss mir eben genau dieser Gedanke durch den Kopf direkt in mein Herz. „Mein Ego ist ein Arschloch“ Und dabei habe ich ihn angeschaut und gesagt: „Jetzt weiß ich worüber ich schreiben möchte“ Die Idee für mein neues Buch wurde geboren. Doch vorher muss ich mich noch um meine Lesungen kümmern. Die Termine müssen noch mit den Veranstaltungsorten abgeklärt werden. Und wenn das erledigt ist, kannst du alle wichtigen Informationen rund um meine Lesungen selbstverständlich in meinem Newsletter erfahren. Wenn du ihn noch nicht abonniert hast, kannst du das gleich hier oben rechts nachholen.

So, und da ich um 10 Uhr noch im Schlafanzug in den Tag hineingebummelt bin, weil meine Kinder für eine Woche ausgeflogen und bei meinem Papa und seiner Frau gelandet sind, um dort endlich einmal etwas erleben zu dürfen, kann ich mir ein bisschen mehr Zeit nehmen um in den Tag zu starten. Hui, das war jetzt ein langer Satz. Ein Bandwurm sozusagen. So herrlich ist es in Ruhe den Tag zu beginnen. Und in dieser Ruhe fällt mir doch glatt ein Liebesgedicht an mein Ego ein. Schau:

Ode an mein Ego
Ego, Ego bitte sehr, halt dich mal zurück.
Stehst mit deinem dicken Arsch vor meinem Lebensglück.
Rutsch zur Seite und benimm dich, wie es sich gehört.
Denn dein Zwischendurchgelaber ist nur Unsinn und es stört.
Ich wünsche dir einen wunderbaren Sommertag. Und weil es heute sehr warm wird, wünsche ich dir eine große Portion Eis und viel Gelassenheit und Ruhe. Nicht nur MS Kranke leiden unter der Hitze. Alle machen ein bisschen langsamer. Und vielleicht hast du ja ab und zu Zeit für eine Verschnaufpause. Das wünsche ich dir.

Herzliche Grüße
Die Schmetterlingsdompteurin

Eva

By | 2017-03-08T22:34:49+00:00 August 6th, 2015|Gedichte, Meine Geschichten|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Levent 6. August 2015 um 16:47 Uhr- Antworten

    Hallo Eva. Die Mailadresse um den Newsletter abzumelden funktioniert nicht.
    Gruß
    Levent

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