Und an der richtigen Stelle lege ich eine Pause ein.

Hallo du,

jetzt habe ich mir gerade meinen letzten Blog durchgelesen um da anknüpfen zu können wo ich aufgehört habe.

Ich fasse ihn hier für dich in ein paar Stichworten kurz zusammen:

Aufrichtung – 2 cm – Link – mein Ego ist ein A……..

Seit der letzten Aufrichtung hat sich viel ereignet. Mein Mann war sogar beim Orthopäden und hat sich von ihm bestätigen lassen dass sein Rücken astrein gerade und in Ordnung ist. Die 2 cm Beinlängendifferenz sind wirklich ausgeglichen. Immer noch! Nur ein bisschen mehr Bauch- und Rückenmuskeln würden ihm nicht schaden. Mir übrigens auch nicht. Also trainieren wir jetzt fleißig.

Genauso wie wir an meiner Ausdauer arbeiten.

Um meine Motivation zu steigern und das Ego zu besänftigen, haben wir sogar sündhaft teure aber super geniale Wanderstöcke und Schuhe für mich gekauft. Und das ist wirklich wunderbar und gleichzeitig faszinierend was mit meinem Körper geschieht. Sobald ich die Stöcke in der Hand halte, nehme ich automatisch eine ganz andere Körperhaltung ein. Und steht der Rollator wieder vor mir, weiß jede Zelle, jetzt muss sie sich wieder behindert benehmen. Wirklich wahr. Soll ich das Ding wegschmeißen? Wenn es so einfach ginge. Da ist eben dieser kleine Machtkampf in meinem Kopf.

Der Verstand!

Stöcke

Er sagt, das geht nicht. Von heute auf Morgen einfach wieder normal laufen.

Also habe ich mit ihm einen Kompromiss geschlossen. Ich gewöhne meinen Körper langsam an den Gedanken wieder gesund zu sein und damit verbunden an die „normale“ Körperhaltung. Manchmal ist es ratsam den sanften Weg einzuschlagen. Ich bin mir sicher, dass er mich zu meinem Ziel führt.

Erinnerst du dich noch an das Gedicht „Sanfte Waffen“ aus meinem Buch?

….kämpfte ich mit sanften Waffen…..so werde ich gewinnen.

Damit meinte ich damals schon, dass ich nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen möchte, sondern mich lieber langsam Schritt für Schritt auf mein Ziel fortbewege. Denn Überforderung führt meistens zum Gegenteil als zum gewünschten Ziel.

Und nun trainiere ich jeden Tag ein bisschen mehr auf den Rollator zu verzichten und öfter mit den Stöcken zu gehen. Und da ist es mir eigentlich egal, ob mein Ego durch sein „Dazwischengequatsche“ den Prozess verlangsamt. Auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel. Den sanften Weg finde ich prima. Denn genau die richtige Dosierung ist entscheidend, ob ich Fort- oder Rückschritte erlebe. So lange mein Ego so laut schreit, muss ich mich eben ein bisschen mit ihm arrangieren. Bis es irgendwann nicht mehr zu hören ist.

Und an der richtigen Stelle lege ich eine Pause ein.

Pause

Wenn ich jetzt zurückblicke, kann ich wirklich stolz auf mich sein. In kleinen Etappen und mit viel Geduld erreiche ich mein Ziel. Daran besteht kein Zweifel. Und wenn der überaus schöne Sommer dem goldenen Herbst Platz macht, freue ich mich über mildere Temperaturen, die mir noch mehr möglich machen werden.

Ich wünsche dir von Herzen die Kraft und Ausdauer um deine Ziele zu erreichen.

PS: Hast du gesehen, dass ich jetzt endlich das Geheimnis des versteckten Links durchschaut habe? Ich habe ein bisschen Nachhilfe bekommen, mein Mann hat mir das dann auch noch mal gezeigt und so versteckt sich hinter letzten BlogGedicht und Buch eine neue Seite. ich glaube, jetzt habe ich es kapiert. Wie schön.

Herzliche Grüße
Die Schmetterlingsdompteurin

Eva

By | 2017-03-08T22:34:49+00:00 August 25th, 2015|Gedichte, Meine Geschichten|0 Kommentare

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