Leben im Zeitraffer

Hallo du,

heute ist irgendwie ein schöner Tag. Das muss wohl daran liegen, dass die Sonne scheint. Ich bin zwar wieder einmal auf der Nase gelandet, habe mich aber so elegant wie möglich neben die Stehlampe, die ich dabei umgerissen habe hingelegt, damit nicht wieder eine Schulter bricht.

Das Leben ist schon aufregend. In ein paar Wochen halte ich mein erstes selbstgeschriebenes Buch in meinen Händen. Und damit es ein Bestseller wird, muss ich dafür sorgen, dass viele Menschen von dieser guten Nachricht erfahren. Hilfst du mir dabei? Erzähl es gerne deinen Freunden und Verwandten und wenn du gut findest was ich mache, lass dir doch etwas Originelles einfallen um mir zu helfen. Vor Kurzem ist jemand auf mich zu gekommen und hat mir unbekannterweise erzählt, dass er mein Buch bekannt machen will. Er ging einfach zu seiner Buchhandlung und hat nach dem Titel „Die Schmetterlingsdompteurin“ gefragt. Die Bücherei fand nichts zu diesem Namen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, wann es veröffentlicht wird. Das ist jetzt anders. Wenn du jetzt zu einem Literaturgeschäft gehst und nach meinem Buch fragst, werden die Buchhändler bestimmt Erfolg haben. Das ist eine wirklich schöne Idee.

Jetzt möchte ich dir noch etwas anderes erzählen. Mein letzter Blog liegt ja schon wieder über eine Woche zurück. In der Zwischenzeit ist hier so Manches passiert. Ein plötzlicher Schneesturm, der mit Blitz und Donner die Natur in Null Komma Nix weiß gezaubert hat, eine Tochter, die mir erzählt, wie sie in ihrer Schule die Werbetrommel für mich rührt, ein Bus, der vergisst abzubiegen und den die Fahrgäste wieder auf den richtigen Weg bringen müssen, ein Vater, der fast etwas Nettes zu mir gesagt hätte, ein Zweizeiler, der mir eingefallen ist, von dem ich aber noch nicht weiß, ob ihn jemand gut findet, Kinder, die nicht genug vom Ski fahren kriegen können, ein bezaubernder Frost, den ich leider nicht mit der Kamera einfangen konnte, weil ich erst noch andere Sachen erledigen wollte und hinterher gedacht habe, Mist, das sollte ich das nächste Mal lieber gleich erledigen, sonst ist der Moment geschmolzen, meine neuen Visitenkarten inklusive Minicards, die einfach super genial sind und die ich am liebsten gleich an die ganze Welt verteilen würde, ja und schließlich die gute Nachricht von meinem Verleger, der sagt, wir schaffen vielleicht Mitte Februar und das Buch ist raus, also auf dem Büchermarkt.

Das ist der Beweis: http://www.bge-verlag.de/buchprogramm/eva-vos-die-schmetterlingsdompteurin/

 

 

 

schmetterlingsdompteurin400

So, das waren die letzten Tage im Zeitraffer. Sicher nicht alles, was ich erlebt habe, aber schon genug für diese Seite. Das Lustigste dieser Woche war, als der Busfahrer sich verfahren hatte. Das habe ich nun wirklich noch nicht erlebt. Es war so komisch, dass ich es dir hier gerne kurz etwas ausführlicher erzählen möchte. Das musst du dir so vorstellen. Der Bus fährt. Alles ist normal. Bis zu dieser einen Kreuzung. Er fährt geradeaus, wo er geradeaus fahren muss, er fährt geradeaus, wo er links abbiegen müsste. Links abbiegen? Die Köpfe der Fahrgäste schauten bis eben noch entspannt nach vorne. Bis sie bemerkten, dass der Bus an der Abfahrt vorbei gefahren ist. Alle Köpfe drehten gleichzeitig nach links. Die ganz schnellen, also ich, riefen dann: „Stopp, Sie hätten hier abbiegen müssen.“ Kurze Zeit später kam der Koloss auf vielen Rädern zum stehen. Verwirrte Fahrgäste, verwirrter Chauffeur, kurzes Schweigen. Der Busfahrer beriet sich mit einem Herrn aus den vorderen Reihen, der ihm nach wohlüberlegter Pause zu einer anderen Strecke riet, die ihn wieder auf seine vorgesehene Route bringen würde. Denn zum Umdrehen war wirklich kein Platz. Ehrlich gesagt, hätte ich dem Busfahrer davon abgeraten. Denn das hätte ich nicht für möglich gehalten, dass durch diese enge Straße, in der gewöhnlich unendlich viele geparkte PKWs standen, ein riesiger Gelenkbus passen würde. Vorteil, Fahrgäste durften außerplanmäßig den Bus verlassen, er hielt quasi wo die Leute raus wollten. Er hat das Gefährt an zwei großen Schulbussen vorbeimanövriert um dann schließlich die übernächste reguläre Bushaltestelle ansteuern zu können. Er hat echt Nerven bewiesen und gezeigt, dass es nichts bringt, sich über etwas aufzuregen, was einem gerade ungelegen kommt. Denn wer die Ruhe bewahrt, bewahrt auch ein klares Köpfchen. Glück im Unglück, geschafft! Kurze Zeit später konnte ich den Bus verlassen und meinen Heimweg antreten. Und die Fahrgäste hatten an diesem Tag mal eine richtig lustige Geschichte zu erzählen. Ich weiß gar nicht, ob sie in unserer lokalen Zeitung abgedruckt wurde. Die schreiben doch sonst über jeden Pups.

Sicher wieder zu Hause angekommen geht das Leben weiter.

Ach, fast vergessen. Hier ist noch der Zweizeiler, der mir letztens eingefallen ist:

Die Wahrheit vom Schmerz

Nur wer den Schmerz erfahren hat, kann davon berichten.
Was die anderen sagen, sind doch nur Geschichten.

Ich wünsche dir einen fröhlichen Tag, viel Sonnenschein, gute Laune und dass du die Orientierung in deinem Leben immer behältst.

Herzliche Grüße
Die Schmetterlingsdompteurin

Eva

By | 2017-03-08T22:34:50+00:00 Februar 4th, 2015|Gedichte, Meine Geschichten|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Melanie 5. Februar 2015 um 11:18 Uhr- Antworten

    Huhu! Wir kennen uns ja noch nicht so lange, aber ich mag Deinen Blog und hab ihn deshalb nominiert für den Liebster Award. Du findest alle Infos dazu in meinem Beitrag: https://schoenheitdeslebens.wordpress.com/2015/02/03/mein-liebster/#more-1797
    Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß!
    Melanie

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