Worauf wartest du eigentlich, kleine Eva?

Hallo Du,

willst du wissen was aus einem Gedankenstopp entstehen kann? Dann lies weiter. Nachdem ich diesen Blog fertig geschrieben hatte, kam in mir das Gefühl auf, als wäre er meine eigene kleine Therapiestunde. Und der Therapeut bist du. Denn während ich dir das hier alles erzähle, bekomme ich ein Aha-Erlebnis nach dem anderen. Schau selbst.

Worauf wartest du eigentlich, kleine Eva?

Ich warte auf die Bewunderung von Außen statt mich selbst zu bewundern.
Ich warte auf die Anerkennung von Außen statt mich selbst anzuerkennen.
Ich warte auf das Lob von Außen statt mich selbst zu loben.
Ich schaue auf das was andere haben statt zu erkennen welchen Reichtum ich selbst bereits erlebe.
Ich schaue auf das was andere können statt zu erkennen welche Talente in mir schlummern und nur darauf warten gelebt zu werden.

Mut

Nicht erschrecken, das wird jetzt kein Selbstmitleidsgefasel von „och ich arme Eva keiner hat mich lieb noch nicht mal ich selbst.“ Nein. Das wird ein Selbsterkenntnisgefasel. Das ist schon was anderes. Und vielleicht wusste ich es schon immer doch habe ich es niemandem verraten noch nicht mal mir selbst. Ich kritisiere mich und lobe die anderen. Dem Außen spiele ich vor, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, schicke ihm schlaue Sprüche und gute Ratschläge. Doch in Wirklichkeit mache ich mir selbst etwas vor. Ganz schön anstrengend. Unbewusst bringe ich mir selbst keine Wertschätzung entgegen bis eines Tages mein Körper die Schnauze voll hatte und anfing mit seinen eigenen Waffen gegen sich selbst zu kämpfen. So wie er es eben von mir gelernt hat. Und dabei habe ich ganz übersehen, dass das Außen mich schon längst anerkennt, lobt und wertschätzt. Und noch viel schlimmer. Das Außen meint es gut mit mir und hat mich schon oft auf diesen Missstand hingewiesen in dem es mir zum Beispiel Literatur geschenkt hat die mir auf dem Weg der Selbsterkenntnis helfen sollte. War ich zu blind oder konnte ich einfach noch nicht hinschauen? Wäre es noch zu schmerzhaft gewesen diese Wahrheit zu erkennen? Mein inneres Kind hat vielleicht die Anerkennung von seinen Erziehern und Eltern nicht bekommen, die es gebraucht hätte. Doch allmählich dämmert es mir. Das ist doch kein Grund, dass ich mich selbst auch ablehne. Wie du siehst, der Gedankenstopp hat gut getan. Abstand von sich selbst kann sehr befreiend sein. Doch ich bin gerade mal bei der Spitze des Eisberges angekommen. Aber es fühlt sich gut an. Schon fast erleichternd. Also mache ich mich mal an die Arbeit und bringe zu Ende was ich schon angefangen habe. Ich heirate mich selbst und finde heraus wer ich bin.

Puh, jetzt brauche ich erst mal eine Prise frische Luft. Und weil ich finde dass dieser Song ein bisschen zum Thema passt höre ich ihn mir jetzt an. Du vielleicht auch? Er macht gute Laune und ist einfach wahr.

In diesem Sinne liebe dich selbst wie deinen Nächsten.

Herzliche Grüße
Die Schmetterlingsdompteurin

Eva

By | 2017-03-08T22:34:51+00:00 Dezember 4th, 2014|Meine Geschichten|0 Kommentare

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