Wo ist der Ausgang?

Hallo Du,

gestern wollte mein Mann eigentlich Fußball schauen, doch die Bayern wurden nicht übertragen und Schalke war ihm zu langweilig. Also entschieden wir uns für eine Sendung aus der Internetfundgrube. In der Mediathek des NDR fanden wir einen Bericht zum Thema MS.

Hier der Link zur Sendung falls es dich interessiert.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Visite-die-ganze-Sendung-,visite10356.html

Warum nicht auch mal so etwas anschauen? Und jetzt hat es mir kurzfristig die Sprache verschlagen. Doch nicht lange, sonst könnte ich dir das ja nicht erzählen. Ich bin entsetzt über die einseitige Berichterstattung. Erst wurde ein super extrem schockierender Fall dargestellt. Ein Mann berichtete von schweren Symptomen, Taubheit usw., die sein Leben beeinträchtigten. Zwei Jahre suchten die Ärzte nach einer Erklärung also einer Diagnose, bis sie zu dem Ergebnis kamen, dass es sich um MS handelt. Dann schnappte die Falle zu. Also ich meine dann begann die Behandlung. Man sah wie er sich täglich ein Medikament spritzen musste und welche Folgen damit einhergingen. So ehrlich sind sie zumindest, dass sie das nicht verschweigen. Der Mann hatte mit massiven Nebenwirkungen zu kämpfen und fiel in eine schwere Depression. Seine Rettung war seine Lebenspartnerin, die ihm zur Seite stand und sich dafür entschieden hatte, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten ihm treu zur Seite zu stehen. Dann folgte ein Schnitt und die Kamera wurde ins Studio geschwenkt. Ich musste mir meine Augen reiben. Habe ich gerade ein Déjà – vu? Wenn du mein Buch liest, verstehst du was ich meine. So ähnlich sah der Neurologe aus, der mich kurz nach meiner Operation im Krankenhaus besuchte und mir ein Kortisonverkaufsgespräch aufdrängte. Ich sah einen Arzt mit Nickelbrille, der Spezialist zum Thema und im NDR Studio zu Besuch war. Er referierte über bahnbrechende Behandlungsmethoden, die bei MS üblicherweise angewendet werden. Aus seiner Sicht gibt es von Fortschritten zu erzählen. Das Gift muss gar nicht mehr immer injiziert werden, nein, der Patient kann es, wenn er möchte, jetzt einfach schlucken. Leider sind die Nebenwirkungen dann auch stärker!?!? Glaubt er selber was er da sagt? Wer ein bisschen Menschenkenntnis und einen feinen Sinn hat, konnte seinem Gesicht entnehmen, dass die Schulmedizin im Grunde keine Ahnung hat von dem was sie tut. Vom Einfluss der Pharmaindustrie fange ich gar nicht erst an, sonst blätterst du weiter und es langweilt dich am Ende. Aber sie meinen es doch gut mit uns. Doch wenn man genauer hinhört, erkennt man, dass es sich um fadenscheinige Erklärungen handelt. Argumente, für etwas, wovon Ärzte selbst nichts wissen. Ein guter Verkäufer muss glaubwürdig rüber kommen. Er muss dem Kunden das Gefühl geben, dass er selbst von seinem Produkt überzeugt ist. Dann kauft der Patient ihm es sicher ab. Und schon macht er den Schnabel auf, schluckt brav die bittere Pille oder pikst sich die spitze Spritze in den Bauch und gar nicht lange kommt er überraschend wieder, weil es ihm schlechter geht.

Tropfen

Die Nebenwirkungen, oder die natürliche Abwehrreaktion gegen ein Gift? Wieso geben sie es nicht einfach endlich zu, dass Ihre Heilmethoden an Grenzen gestoßen sind? Warum gehen sie nicht offen mit der Wirksamkeit der Medikamente um? Oder verstehen sie es wirklich noch nicht? Sehen sie noch nicht den Zusammenhang der vielen Nebenwirkungen und der Selbstheilung des Körpers? Wie du siehst komme ich langsam zum Punkt, warum ich eigentlich so entsetzt war. Es ist doch heutzutage kein Geheimnis mehr, wenn man von der Selbstheilungskraft beziehungsweise der Lebenskraft spricht, oder? Es gibt so viele verschiedene Naturheilverfahren um die Selbstheilung des Körpers zu unterstützen. Das ist doch bekannt. Doch wir halten beharrlich an dem fest, was der Großteil der Gesellschaft in die Wiege gelegt bekommen hat. Krank – Arzt gehen – Pille – geheilt! Aber stimmt das wirklich?

Nein!

Meiner Kritik sei vorangestellt, dass die Schulmedizin schon viel Gutes für uns Menschen bewirkt hat. Dafür sind wir dankbar. Doch wir leben in einer Zeit, in der die Menschen langsam aufwachen und erkennen, das es eine innere Selbstheilungskraft gibt. Es wird von der Macht der Gedanken gesprochen, doch verweilen wir weiter in unserem gewohnten System. Warum trauen wir uns nicht aus diesem Muster auszubrechen? Wovor haben wir Angst? An dieser Stelle möchte ich dir kurz etwas von mir erzählen. Du weißt, vor fast elf Jahren nannte mir die Neurologin die Diagnose MS als Erklärung für meine Taubheitsgefühle. Sie stellte mich vor die Wahl, wenn ich noch ein zweites Kind bekommen möchte, dann solle ich das gleich tun. Also Kind oder Interferon? Wer mich kennt weiß, dass ich mich für meine zweite Tochter entschieden habe. Was für ein Glück. Und was geschieht aber, wenn ich Interferon spritzen würde? Mein Körper würde natürliche Abwehrreaktionen zeigen, die in der Schulmedizin als Nebenwirkungen bezeichnet werden. Es ist eine ganz natürliche Reaktion des Körpers. Was an der einen Stelle unterdrückt wird, muss sich einen anderen Weg nach draußen suchen. Abgesehen davon, dass der Körper das Gift ausleiten muss. Aber dafür hat der Arzt auch eine Lösung. Er gibt ein anderes Medikament oben drauf, das die Nebenwirkungen bekämpfen soll. Klingt das wirklich logisch? Ich habe mich deutlich gegen eine Behandlung mit derart giftigen Substanzen entschieden. Mehrere Neurologen hatte ich aufgesucht, die mir alle prophezeiten, dass ich in kurzer Zeit im Rollstuhl sitzen werde, wenn ich nicht sofort mit einer Interferontherapie beginnen würde. Liebe Ärzte. Das macht man nicht. Man jagt einem jungen Menschen doch nicht so eine Angst ein! Was habe ich dir vorhin erzählt? Die Macht der Gedanken? Die kommt jetzt ins Spiel. Der Arzt hat in unserer Gesellschaft einen besonderen Status. Schon fast etwas heiliges. Und natürlich hat er Recht. Wenn er Recht hat, muss das auch so kommen. Symptome werden schlechter, der Rollstuhl naht. Bitte sei mir nicht böse, dass ich nach dem emotionalen Blog gestern heute nichts lustiges vorzuweisen habe. Es ist eine ernste Angelegenheit. Ich glaube vielen Menschen könnte es besser gehen, wenn sie nicht immer alles machen was ihr Arzt ihnen attestiert. Ich jedenfalls bin ein super Dickschädel. Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden, doch es ist nicht einfach sich von den Prophezeiungen des Arztes abzugrenzen. Erst gab es natürlich die vorhergesagten Verschlechterungen. Doch ich sitze nicht im Rollstuhl! Es ist die Sprache meines Körpers, die zu mir spricht und die ich noch nicht richtig verstehe. In der Schule hatte ich nur Englisch und Französisch als Fremdsprache gelernt. Jetzt muss ich allmählich mit dem wichtigsten Sprachkurs beginnen, um die Übersetzung meines Körpers schreiben zu können. Das dauert Zeit, deswegen ist Geduld gefragt. Und eines Tages werde ich den Aufsatz meines Körpers stolz auf meiner Internetseite präsentieren, übersetzt in eine Sprache, die jeder versteht.

Regenbogen

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht zu arg überrumpelt. Eigentlich wollte ich dir nur davon erzählen, was ich gestern gemacht habe. Jetzt ist es ein Aufruf geworden, dass es Zeit wird, sich für neue Ansätze von Entstehungs- und Behandlungsmöglichkeiten von Krankheiten zu öffnen. Wir stehen noch am Anfang dieser Erkenntnisse, In hundert Jahren belächeln die Menschen uns dafür wahrscheinlich. Und die, die es immer noch nicht wahrhaben wollen, tun das heute schon.

Ich wünsche dir ein gesundes Bauchgefühl und dass du genau weißt, was gut für dich ist. Und jetzt muss ich etwas für meinen Körper tun, sonst fühlt er sich vernachlässigt, das mag er gar nicht gerne.

Herzliche Grüße
Die Schmetterlingsdompteruin

Eva

By | 2017-03-08T22:34:51+00:00 Dezember 11th, 2014|Meine Geschichten|0 Kommentare

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