Die Macht der Gedanken

Hallo du,

hast du schon einmal an etwas gedacht und dann ist es tatsächlich so eingetreten? Vielleicht hast du dann aber genauso wie ich auch gesagt, ach das war bestimmt nur Zufall? Was mir am Montag passiert ist macht mich stutzig. Und ich glaube die Macht der Gedanken ist nicht zu unterschätzen. Mit dieser Ansicht beschäftige ich mich zwar schon eine Weile, schließlich habe ich auch mit einer Hypnose Therapie begonnen, um meinen hartnäckigen Gedankenkreislauf zu durchbrechen. Ich ahnte es schon, doch habe ich die Macht meiner Gedanken wahrhaftig unterschätzt. Dafür muss ich dir etwas erzählen, damit du verstehst von was ich hier eigentlich spreche.

Mit Herz und Fuß

Mein Nachbar hat sich beim Fußball spielen die Hand gebrochen und als wir uns neulich begegnet sind sprach er mit mir über seine Verletzung und sagte: „Leider habe ich ausgerechnet meine rechte Hand gebrochen. Und nicht die andere.“ Ich antwortete ihm: „Das ist wirklich blöd. Dann kannst du ja gar nicht schreiben. Vor vier Jahren hatte ich zum Glück meine rechte Schulter gebrochen.“ Das war Glück, weil ich Linkshänderin bin. Er hatte nun seine rechte Hand in Gips verpacken lassen und konnte nur mit Mühe in der Uni seine Notizen machen. Wahrscheinlich kopiert er sich jetzt alles bei seinen Studienkollegen. Doch darum geht es nicht. Jetzt kommt der springende Punkt. Aufgepasst!

Du hast den Punkt nicht gesehen? Schade. Wahrscheinlich ist er so schnell gesprungen, dass du ihn nicht sehen konntest. Aber lies trotzdem weiter.

Als ich ausgesprochen hatte, dass ich damals froh war meine rechte Schulter gebrochen zu haben, sauste mir ein folgenschwerer Gedanke durch das runde Etwas, das mein Gehirn vor Regen schützt: „Eva, das hättest du jetzt nicht sagen sollen! Jetzt ist bestimmt auch bald deine linke Schulter dran.“ Zwei Tage später fand ich mich bei dem selbigen Orthopäden wieder bei dem auch mein Nachbar bereits in Behandlung war. Er erläuterte mir gerade das Röntgenbild meines linken Schulterknochens. Der Kopf des Oberarmes ist angebrochen. Doch mit etwas Glück bin ich einer Operation und somit auch eines Krankenhausaufenthaltes entkommen. Es hätte immer schlimmer kommen können, schau!

Venus de Milo

Puh, das war knapp. Mein Arm wurde in eine kuschelige Schlinge gelegt und mit ein paar Klettverschlüssen fixiert. Da soll er jetzt sechs Wochen schlummern und darf nur in Ausnahmefällen herauskommen. Und dann endlich, drei Stunden später, es war schon dunkel und wir waren bis auf den Arzt und eine Sprechstundenhilfe die letzten lebenden Menschen in dieser Praxis durfte ich nach Hause gehen. Dort angekommen zitterten mir noch immer die Knie und nur ganz unwesentlich roch ich nach Schweiß. Leicht benommen ging ich nach einem späten Abendessen ins Bett. Den Teil mit den Kindern, die auch noch beruhigt werden mussten, weil sie von der Nachricht etwas geschockt waren, lasse ich an dieser Stelle lieber weg, sonst wird das hier viel zu lang und in der Zwischenzeit ist meine Schulter wieder verheilt während die Natur die ersten Frühlingsboten blühen lässt. Also, erst am nächsten Tag realisierte ich allmählich was hier tatsächlich passiert war und zog es lieber vor den ganzen Tag zu schlafen. Habe ich womöglich tatsächlich mit meinen Gedanken diesen Unfall herbeigeführt? Sind meine Gedanken wirklich so mächtig?

ich seh rot

Mein Verstand versucht ja wirklich alles zu analysieren und zu hinterfragen. Und auch in diesem Fall hörte er nicht auf nach Erklärungen zu suchen. Doch wenn das in die eine Richtung geht, dann sicher auch in die andere. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, als würde mir allmählich klar werden, dass es einen Weg aus meiner Krise geben wird. Ich musste mit Nachdruck und Fleiß an meinen Gedanken arbeiten. Das wird eine spannende Aufgabe werden. Denn es reicht nicht, dass ich sage ab sofort denke ich nur noch positiv. So einfach ist das eben nicht. Aber es wird auch nicht unlösbar. Fest steht, ich werde dir gerne bald mehr darüber berichten. Und wenn ich es geschafft habe, kann ich dir erzählen wie ich meinen Kopf zähmen konnte. Falls du jetzt etwas denkst, spucke es ruhig aus und zögere nicht es mir mitzuteilen. Oder denkst du ich kann Gedanken lesen?

Ich wünsche dir einen Tag voller verrückter Gedanken.

Herzliche Grüße
Die Schmetterlingsdompteurin

Eva

By | 2017-03-08T22:34:53+00:00 November 27th, 2014|Meine Geschichten|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. achim 1. Dezember 2014 um 20:05 Uhr- Antworten

    Der Mensch ist sich selbst durch seine Gedanken der größter Feind oder der beste Freund. Wenn der Mensch sein Denken ändert, so ändert sich der ganze Mensch.

    hypnotische grüsse
    und gute besserung

    achim

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